Sitzschulung in der Dressur – So verbessern Sie Ihren Sitz nachhaltig

Von Eva Schlünsen, Bereiterin und Dressurausbilderin · 2025-06-01

Der Sitz ist das wichtigste Werkzeug eines Dressurreiters. Ohne einen ausbalancierten, losgelassenen Sitz sind feine Hilfen unmöglich.

Warum ist der Sitz so wichtig?

Jede Hilfengebung beginnt im Sitz. Ein verkrampfter oder schiefer Sitz stört das Pferd und verhindert harmonische Kommunikation. Bereits kleine Veränderungen im Sitz können große Unterschiede im Reitgefühl bewirken.

Die drei Säulen eines guten Sitzes

Ein guter Dressursitz basiert auf Balance, Losgelassenheit und einer stabilen Körpermitte. Diese drei Elemente bedingen einander und müssen gleichzeitig entwickelt werden.

Übung 1: Reiten ohne Bügel

Regelmäßiges Reiten ohne Bügel ist die effektivste Methode zur Sitzverbesserung. Beginnen Sie im Schritt und steigern Sie langsam die Dauer. 10 Minuten pro Training reichen anfangs völlig aus.

Übung 2: Bewusstes Atmen

Tiefes Bauchatmen hilft, Verspannungen zu lösen. Atmen Sie bewusst in den Bauch und spüren Sie, wie sich Ihre Hüfte öffnet und der Sitz tiefer wird.

Übung 3: Gymnastik außerhalb des Sattels

Yoga, Pilates und gezieltes Core-Training verbessern die Reitfitness erheblich. Besonders Hüftmobilität und Rumpfstabilität sind entscheidend.

Häufige Sitzfehler

Zu den häufigsten Fehlern gehören ein festgehaltener Oberschenkel, ein eingezogener Bauch, hochgezogene Schultern und ein nach vorn geneigter Oberkörper. Ein erfahrener Trainer erkennt diese Fehler sofort.

Professionelle Sitzanalyse

Lassen Sie Ihren Sitz regelmäßig von einem Profi analysieren. Videoanalysen können dabei besonders hilfreich sein, da man eigene Sitzfehler oft nicht spürt.

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